Es ist allgemein bekannt, dass der Führungsstil enorme Auswirkung auf das Wohlbefinden und schließlich die Gesundheit von Mitarbeitern hat. Burnout Kandidaten, also Menschen, die vielleicht sensibler auf ihr Arbeitsumfeld reagieren, als andere, sind von einem „gesunden Führungsklima“ mehr abhängig als andere.

Es ist kein Geheimnis, dass der Führungsstil von Vorgesetzten die Leistungsfähigkeit von Teams und Einzelpersonen beeinflusst.

Führung hat einen

  • funktionalen Charakter hinsichtlich Ziel-, Ergebnis- und Aufgabenorientierung
  • strukturellen Charakter bezüglich Art der Aufgabe, Vorgesetzte/r-Mitarbeiter-Beziehung, sowie Verantwortlichkeit
  • Prozessualen Charakter in Form von Interaktion und Kommunikation (vgl. Hentze et al.2005)

Zahlreiche Studien und Untersuchungen befassten sich mit diesem Thema, unterschieden wird in:

  • Hierarchische Führung: die Willensdurchsetzung liegt hier primär auf der Seite des Vorgesetzen, auf die Erfüllung dem Fokus auf die Erfüllung bestimmter Aufgaben gerichtet.
  • Autoritäre Führung, gekennzeichnet durch hierarchisches System, in welchem die Führungskraft die Regeln für alle Prozesse aufstellt. Dieses Führungsmodell schafft nach zahlreichen Studien besonders die Voraussetzungen für das Entstehen von Burnout.
  • Demokratische Führung, die Entscheidungsprozesse auf Mitarbeiter überträgt und vom Vorgesetzten darin unterstützt werden, nach heutigen Erkenntnissen der „gesündeste Führungsstil.
  • Laissez-Faire-Führung, hier greift die Führungskraft nicht in die Prozesse des Teams ein und gibt Aktionsfreiheit und lässt diese alles selbst bestimmen. Studien belegen, dass die Leistungen in diesem Führungsmodell weniger effizient sind und die Teams unzufriedener sind, als etwa bei der demokratischen Führung.

Die klassische Top-Down-Hierarchie ist passé, ein teambasiertes gemeinschaftliches Arbeitsmodell kann durch alle Ebenen zu einer auffälligen Senkung des Stresspegels führen. Die Förderung des Teamgeists durch die Unternehmensführung, kann die Zusammenarbeit auf allen Ebenen verbessern.

Der Führungsstil, also die Art und Weise, wie die Führungsfunktion ausgeübt wird, zeigt das Verhaltensmuster von Führungskräften gegenüber ihren Mitarbeitern.

Je klarer der Führungsstil, desto mehr bringt dieser Entlastung und Sicherheit.

Es ist eindeutig erwiesen, dass Unklarheiten Stress erzeugen und damit die psychische Belastung am Arbeitsplatz steigt. Ständig wechselnde Zielsetzungen, schlechte Koordination und mangelhafte interne Kommunikation verunsichern nachhaltig. Die Zeit, die sich die Führungskraft für ihre Mitarbeiter nimmt, ist ebenso bedeutend wie das Aufstellen fester Regeln für Abläufe und den Umgang miteinander.

Die physikalische Erkenntnis, dass Druck Gegendruck erzeugt, lässt sich auch auf Führung von Teams anwenden. Der Gegendruck reduziert die Effizienz der Arbeitsleistung, schafft einen enormen Reibungsverlust, steigert die Unzufriedenheit und fördert eindeutig Stress und Burnout-Gefahr.

Führungskräfte werden zumeist aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung in eine Führungsposition befördert. Sehr oft fehlt jedoch die Führungs-, emotionale- und soziale Kompetenz. Mangelnde diesbezügliche Erfahrung lässt diese Vorgesetzten dann oft hilflos Konflikten und Problemen gegenüber stehen.

Die Entwicklung oder das Hinterfragen des eigenen Führungsstils kann sowohl durch Coaching als auch durch Mentoring unterstützt und angepasst werden. Im persönlichen Gespräch können Sie Situationen und Problemstellungen reflektieren und neue Strategien entwickeln.