Die klassische Homöopathie zeichnet sich durch ihren individuellen Ansatz aus. Das Grundgesetz ist das Ähnlichkeitsprinzip: Ähnliches muss durch Ähnliches geheilt werden.

Als einfaches Beispiel kann die Tollkirsche (Atropa Belladonna) angeführt werden: Wenn ein Gesunder Belladonna einnimmt, kann es neben vielen anderen Erscheinungen zu einem beschleunigten Herzschlag sowie zu einer Erweiterung der Pupillen kommen. Wenn jetzt ein Kranker ähnliche Symptome aufweist (dazu noch z.B. Fieber, Kopfschmerzen etc.), dann ist Belladonna eines jener Arzneimittel, die man zur Heilung des Patienten in Betracht ziehen kann.

Da Belladonna bekanntlich giftig ist, wird es in der Homöopathie nach einem speziellen Verfahren hergestellt. Dabei wird ein Auszug der Pflanze nicht nur verdünnt, sondern auch bei jedem Verdünnungsschritt auch geschüttelt, was man Potenzieren nennt. Dabei bleibt die Wirkung erhalten, die Giftigkeit wird dabei ausgeschaltet.

In der Homöopathie wird nun in einer genauen Anamnese Bezug genommen auf verschiedenste Aspekte des Burn-Out-Patienten, so dass nicht nur körperliche sondern auch Geistes- und Gemütssymptome berücksichtigt werden. Nunmehr bemüht sich der Homöopath durch Vergleich mit den homöopathischen Arzneimitteln jenes heraus zu finden, dass individuell am besten zum Patienten passt und geeignet ist, die Burn-Out-Symptome möglichst rasch zu beseitigen.

Diese Individualität mit homöopathischen Mitteln ist eben auch für Burn-Out-Patienten von besonderer Bedeutung, weil ja die Diagnose allein noch nicht mit einem bestimmten Arzneimittel gleichzusetzen ist. Dabei wird neben vielem Anderen erfasst, ob Patienten durch Überarbeitung und hektische sitzende Lebensweise (z.B. Manager) vom Burn-Out-Syndrom betroffen sind, ob eine körperliche Erschöpfung im Vordergrund steht, oder ob eine Depression den Patienten im beruflichen oder privaten Leben beeinträchtigt. Alle diese Symptome, die vom Patienten und eventuell auch von seinen Angehörigen geschildert werden sind dazu da, die Mittelwahl zu ermöglichen.

Vorteile der Homöopathie:

Homöopathie ist einfach einzunehmen, ist in jedem Alter möglich, hat keinen Einfluss auf den Stoffwechsel und verträgt sich mit konventionellen Medikamenten. Homöopathie ist sanft und rasch wirksam.

Häufig gestellte Fragen und Antworten:

Was ist im homöopathischen Arzneimittel enthalten?

Das Arzneimittel werden zumeist in Kügelchen (= Globuli), die aus Zucker bestehen, abgegeben. Die Kügelchen werden von Apothekern in einem aufwendigen Verfahren hergestellt. Alternativ erhalten Sie auch Arzneimittel in flüssiger Form, deren Einnahme nach einer speziellen Methode erfolgt.

Wie wirken die in der Homöopathie verwendeten Arzneimittel?

Die Arzneimittel werden, wie oben beschrieben, nach dem Ähnlichkeitsprinzip verordnet: Arzneimittel, die beim gesunden bestimmte Symptome hervorrufen, können einen Kranken mit ähnlichen Symptomen heilen. Die homöopathischen Arzneimittel geben Ihrem Körper jene Information, mit deren Hilfe Sie durch Aktivierung Ihrer Eigenheilkräfte wieder gesunden können.

Wie werden die Arzneimittel eingenommen?

Die Kügelchen werden direkt unter die Zunge gelegt und zergehen dort. Es ist keine Flüssigkeitseinnahme notwendig. Die Häufigkeit sowie die Zahl der Kügelchen werden entsprechend der Verordnung eingenommen. Nach spezieller Vorschrift kann man auch 5 Kügelchen in einem Viertel Liter zimmerwarmen Leitungswassers oder kohlensäurenfreien Quellwassers zergehen lassen und dann einen Schluck einnehmen. Etwa 15 Minuten vor und nach der Einnahme soll man nichts essen, trinken, rauchen oder Zähne putzen, da sonst die Aufnahme des Arzneistoffes gestört werden könnte.

Darf das Arzneimittel auch während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Die meisten Arzneimittel können auch während der Schwangerschaft und in der Stillperiode eingenommen werden. Der Homöopath sollte aber in jedem Fall über eine bestehende Schwangerschaft respektive Stillzeit informiert werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung und besondere Warnhinweise

Für die in der Homöopathie verwendeten Arzneimittel sind keine Nebenwirkungen wie bei konventionellen Medikamenten bekannt, es bestehen auch keine Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen mit konventionellen Medikamenten. Einer homöopathischen Gesetzmäßigkeit zufolge können aber im Verlauf einer Behandlung so genannte Erstreaktionen auftreten, bei denen frühere Symptome kurzfristig wahrgenommen werden, dabei sollte der Homöopath informiert werden. Im Weiteren können im Verlauf einer homöopathischen Heilbehandlung Symptome wie z.B. Hautausschläge, Auswürfe, etc. auftreten, die eine Entgiftung des Körpers anzeigen.

Die Einnahme sollte nur nach professioneller Verordnung über einen festgelegten Zeitraum erfolgen, eine unkontrollierte Langzeiteinnahme (z.B. mehr als 2 Monate) kann unangenehme Folgeerscheinungen haben. Ebenso können bei häufigerer Einnahme von so genannten Hochpotenzen Folgeerscheinungen auftreten. Es wird daher dringend von einer Selbstverordnung abgeraten. Weiters soll – ausgenommen besondere Situationen – immer nur ein Arzneimittel zur gleichen Zeit eingenommen werden, da ansonsten Überlagerungseffekte auftreten, die die Mittelwirkung unter Umständen abschwächen können.

Lagerung des Arzneimittels:

Vermeiden Sie bitte direkte Sonneneinstrahlung und Lagerungsbedingungen über Zimmertemperatur. Für Kinder sollten die Arzneimittel unerreichbar aufbewahren werden.

Als weiterführende Lektüre empfehle ich das Buch „Durch Ähnliches Heilen – Homöopathie in Österreich“, Herausgeber Peter König, Lexis-Nexis Verlag und „Homöopathie in der Intensiv- und Notfallmedizin“, Herausgeber Michael Frass und Martin Bündner, Elsevier (Urban und Fischer) Verlag.