Kontemplation und Meditation bieten im stressigen Alltag Ruhe und Auszeit und können uns vor Stresserkrankungen bewahren.

 

Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheit, wenn Sie mal „ins Narrenkast‘l g‘schaut“ haben? Da hieß es doch: „Wo sind Deine Gedanken? Hör auf zu träumen? Konzentriere Dich gefälligst? u.s.w.

So haben wir uns im Laufe der Zeit konditioniert immer zu funktionieren, immer 100% zu leisten! Nur, wer kann das durchhalten? Niemand!!!

Das Geheimnis der Menschen, die wir zu beneiden beginnen, weil ihnen alles so locker von der Hand geht, ist, salopp gesagt: Sie haben sich bewahrt zwischendurch „ins Narrenkast‘l zu schau‘n“!

Es ist eine Form der Kontemplation, (von lat.: contemplatio „anschauen, betrachten, beschauliche Betrachtung“; Wikipedia), nichts zu tun, alles zu lassen, einfach zu sein.

Kontemplation ist ein Weg, der in die innere Einkehr führt, zu sich – da, wo wir feststellen, dass wir sind, wie wir sind.

Das Tun ist das Nichts – Tun und das Üben, die Dinge zu lassen. So schwierig, wenn sich die Aufmerksamkeit wieder und wieder zerstreut, weil die Gedanken und Grübeleien alles daran zu setzen scheinen, uns abzulenken vom bloßen stillen Beobachten. So höre ich in meiner Praxis oft, dass meine Klienten das Erlernen der Kontemplation nach wenigen Versuchen wieder aufgegeben haben. „Bei mir funktioniert das nicht“ oder „Ich bin anscheinend zu dumm dazu“ sind Argumente ihres Frustes. Ehrlich, ich verstehe es zu gut!

Auch ich brauchte eine Weile, meine ganz persönliche Weise der Kontemplation zu finden! Also nur Mut! Es hilft schon der kurze Augenblick, das Beobachten der eigenen Atmung, ein…, aus, ein…, aus, beim 3. Zyklus noch ein wenig tiefere Atemzüge nehmen und so immer achtsamer zu werden. Unser Atem ist unser Leben! Freuen Sie sich mit jedem Atemzug, dass es Sie gibt, dass Sie ein wunderbarer Teil der Schöpfung sind.

Sie können den Tag mit dieser Atemübung beginnen, ein bewusster tiefer Atemzug täglich beim Verlassen Ihres Hauses, oder Sie zünden eine Kerze an, um einen Augenblick das Licht der Flamme anzuschauen. Hilfreich ist, überall anwendbar, die Hände in offener Gebetshaltung, das heißt, die Fingerspitzen Ihrer Hände berühren sich, in Ihren Schoss oder auf den Tisch zu legen und nur die Berührung der Fingerspitzen wahrzunehmen. Alle Gedanken dürfen kommen und gehen.

Reservieren Sie sich fünf Minuten am Tag, die nur Ihnen gehören. Halten Sie inne, dass es jetzt darum geht, einfach nur da zu sein.

Motivieren Sie Ihre Familienangehörigen, Ihre Kinder und auch Freunde dasselbe zu tun.

Auch die Meditation (von lat.: meditatio, zu meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen; Wikipedia) kann uns nachhaltig vor körperlicher und seelischer Erschöpfung bewahren. Die heilende Kraft der Meditation eröffnet jedem die Möglichkeit sich von innen heraus zu stärken und sein natürliches, gesundes Gleichgewicht zu fördern. Unser Geist darf ruhiger und friedvoller werden.

Dazu darf ich Sie einladen, sich bequem aufrecht hinzusetzen (aufrechtes Sitzen fördert Ihre Konzentrationsfähigkeit und erleichtert es wachsam zu bleiben). Schließen Sie Ihre Augen und konzentrieren Sie sich nur auf Ihre Atmung, beobachten Sie ihren Körper, wie sich der Bauch und Ihr Brustkorb beim Einatmen wölben, und beim Ausatmen wieder senken. Mit jedem Atemzug lassen Sie die Luft tiefer einströmen und spüren förmlich, wie sich die Luft in Ihrem Körper ausbreitet. Es ist spannend und schön, wenn Sie es zulassen, wie Ihr Atem bis in die Zehen strömt und beim nächsten Einatmen Ihre Wirbelsäule entlang strömt. Beim nächsten Ausatmen stellen Sie sich vor, wie alles Belastende, alles, was nicht zu Ihnen gehört, weg fließt, am besten in das Erdinnere, wo es verglüht. Bleiben Sie nicht an kommenden Gedanken hängen, wieder konzentriert neue Lebensenergie einatmen und beim Ausatmen die negativen Gedanken ins Erdinnere fließen lassen.

Nun stellen Sie sich vor, Sie stehen unter einem Wasserfall, knöcheltief in einem kühlen, klaren, grün schimmernden Bach und das glitzernde Nass perlt sich auf Ihrer Haut. Es fühlt sich so erfrischend an, alles darf gehen, das nicht zu Ihnen gehört. Genießen Sie diese belebende Dusche solange Sie wollen.

Vertiefend können Sie diesen Wasserfall  in alle erdenklichen Farben verwandeln und über Ihren Körper fließen lassen.

Jede Farbe kann bestimmte Aspekte in uns stärken, fördern oder auch ausgleichen. Jede Farbe birgt das Potential einer besonderen Kraft.

Hier einige Beispiele:

Kristallklares Weiß: Licht, das jede Zelle Ihres Körpers erstrahlen lässt, sehr reinigend

Rot: Energie, Tatkraft, Lebenslust, Leidenschaft, Sexualität

Orange: positiver Selbstwert, Vitalität, Kreativität, Öffnung

Gelb: Intuition, Heiterkeit, inneres Kind stärken, Phantasie

Grün: Liebe, Heilung, Erholung, Entspannung

Blau: Kommunikation, Klarheit, mentale Besonnenheit

Indigo: Wahrnehmung, Klarheit, Kommunikation, Heilung

Violett: mediale Empfänglichkeit, Reinigung, spirituelle Inspiration, höheres Selbst

 

Graphik: portal.deutsche-heilerschule.de

Mit dieser kleinen Einführung „Ins Narrenkast‘l schau‘n“ wünsche ich Ihnen, dass Sie Kontemplation und Meditation präventiv nützen können, um den Herausforderungen in Beruf und Privatleben mit Zuversicht und INNERER Stärke gewachsen zu sein!